Im
Frühjahr des Jahres 1948 fand auf Anregung
und unter Vorsitz des STV-Vorsitzenden Heinz Lebkücher
die Gründungsversammlung der Tennisabteilung statt. In
der Gaststätte Schneider, die nach Zerbombung des Bahnhofes
Thomätor in einer Baracke untergebracht war, versammelten
sich etwa 15 Tennisinteressierte, um den Gründungsakt vorzunehmen.
Karl Walter Hackstein wurde der 1. Abteilungsleiter,
außerdem Sportwart und Kassierer in einer Person.
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Der
Spielbetrieb begann mehr schlecht als recht auf dem Schultennisplatz
des Archi-Gymnasiums, der natürlich in den letzten
Kriegsjahren nicht mehr gepflegt worden war.
Alle erforderlichen Einrichtungen wie Netz, Platzmarkierungen
usw. mussten "organisiert" und aus eigener Tasche
bezahlt werden. Auch Schläger und Bälle waren
nur unter größten Mühen zu bekommen, manchmal
nach der Devise: Tausche Speck-Seite gegen Tennis-Saite.
<<< Wintertraining in der Plettenberg-Turnhalle |
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Im
Mai 1950 wurden dann die Aktivitäten
auf den Platz im Kurpark von Bad Sassendorf verlegt, wo
immerhin eine Laube zum Umkleiden vorhanden war. Heinz
Dräger wurde Vorsitzender.
Saisonbeginn in Bad Sassendorf >>>
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Einen
Aufschwung gab es 6 Jahre später, als am 19. Mai
1956 die 2-Platzanlage mit Bretterbude im Soester Stadtpark
vom TC Blau-Weiß erworben werden konnte, der am Stadtparkrand
eine 4-Platz-Anlage mit Clubhaus erhielt. Die Abteilung zählte
zu diesem Zeitpunkt bereits 65 Aktive.
Dazu hier die STV-Nachrichten Juni 1956
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Tennis-Abteilung
Verheißungsvoller Auftakt
auf jetzt eigenem Platz
Der Pfingstsonnabend ist für unsere Tennis-Abteilung
im STV em bedeutsamer Tag geworden. An diesem Nachmittag
wurden die bisherigen Plätze vom TC "Blau-WeiB"
im Beisein von Stadtkämmerer Zeidler, Tbr. H. Drager
als Abt.-Leiter, Tbr. W. Lange und weiteren Mitgliedern
des Vorstandes sowie den Herren Goebel, Knickmeier und
Berghoff vom Vorstand des TC "Blau-WeiB" unseren
Vorsitzenden Tbr. Brüggemann und somit an unseren
Verein übergeben.
Heinz Drager sprach seinen Dank aus für das Entgegenkommen
bei den Kaufverhand-lungen. Nun ist der Weg frei zum Ausbau
der Abteilung, und er hoffe, daß sich noch im Laufe
dieser Saison viele Freunde des weißen Sportes finden,
urn einen starken Nachwuchs heranzubilden. Vereinsvorsitzender
Brüggemann begrüßte die gezeigte Initiative
des Stadtkämmerers beim Kampf um die Beibehaltung
der Plätze im Stadtpark und zollte ihm besonderen
Dank. Zur gleichen Stunde wurden beide Plätze von
erwartungsvollen Spielern erprobt, und erst die hereinbrechende
Dunkelheit machte dem vielversprechenden Auftakt zur Tennis-Saison
ein Ende. |
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1958
übernahm Dieter Liebelt das Amt des
Abteilungsleiters, Friedhelm Wiemer wurde
Sportwart und ist bis heute "im Dienst".
<<< "Wiemus" |
1959
weicht die „Bretterbude“ einem festen Gebäude
mit Toiletten, Duschen und einem kleinen Geräteraum.
Das Dach ragte vorn einige Meter über und diente als
"Freiluftclubhaus".
Aus beruflichen Gründen übergibt D. Liebelt 1960
die Präsidentschaft an Günter Stieg.
Freundschaftsturnier in Beckum 1960 >>>
v.l. Dieter Liebelt, Horst Ruthenbürger, Marita Dollmann,
Hermann Iländer, Edda Wiemer, Christel Zurmühl,
Eckhard Reinke, Rolf Mawick (halb verdeckt), Dieter Ruthenbürger,
Udo Zwetschler (halb verdeckt), Friedhelm Wiemer |
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Die Abteilung wächst und 1962 werden die Plätze
3 und 4 eingeweiht.
1963:
Die Abteilung zählt 165 Mitglieder, darunter viele Kinder
und Jugendliche. Aus Anlass des 15. Geburtstages wird das Herrendoppelturnier
um den Osthofentor-Pokal von Sportwart Friedhelm Wiemer
ins Leben gerufen.
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1964
übernahm Heinz Dräger noch einmal
für 1 Jahr die Führung, bevor Dr. Hermann
Markworth von 1965-68 an der Spitze stand. Im letzten
Jahr seiner Amtszeit wurde der Bau unseres 1. Clubhauses geplant
und begonnen, das 1969 eingeweiht werden konnte.
<<< Der Vorsitzende Heinz Dräger
eröffnet das Spiel bei der Einweihung der Bocchia-Bahn |
1966
werden erstmals Mannschaften zu den Meisterschaftsspielen des
WTV und des Bezirks Dortmund-Hamm gemeldet. Bis dahin hatten sich
die Aktiven vorwiegend in vielen Freundschaftsbegegnungen Spielpraxis
und Kondition geholt.
1967
wurde August Thiele als Pressewart in den Vorstand
gewählt und löste 1968 Dr. Markworth
an der Spitze ab, der nach Darmstadt verzog.
1969
konnte unser 1. Vereinsheim eingeweiht werden. Es handelte sich
um ein Holzhaus in Fertigbauweise und es sollte für 23 Jahre
eine wichtige Funktion im Vereinsleben erfüllen.
Unser schönes altes Holzhaus...
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>>> Schlüsselübergabe
durch den STV-Vorsitzenden Dr. Gerhard Groot an "Chef"
August Thiele
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Mit
wachsender Zahl der Mitglieder und Mannschaften wurde auch der
"Platz"-Bedarf größer. So wurden die Plätze
5 und 6 im Jahre 1974 für den Spielbetrieb
übergeben.
In
den Jahren 1975 bis 1985 nahm die Tennisabteilung
zeitweise mit bis zu 17 Erwachsenen- und 6 Jugendmannschaften
an den Meisterschaftsspielen teil. Zum Osthofentor-Pokalturnier
meldeten 1976 und auch 1977 50 Doppelpaarungen. 400 Mitglieder
rauften um freie Plätze.
1976
wurde übrigens Heinz Zwilling als 2.
Kassenwart gewählt, später gehörte er als Geschäftsführer
dem Vorstand 32 Jahre bis 2008 an.
1982 konnten wir endlich einen modernen,
geräumigen und praktischen Dusch- und Umkleidetrakt neu
in Betrieb nehmen.
1988 schafften die Jungsenioren den Aufstieg
in die Oberliga. |
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Im
Jahre 1987 dankte August Thiele (Bild rechts)
nach 20-jähriger Präsidentschaft ab und wurde
zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Gleichzeitig
wurde Manfred Pues Abteilungsleiter. Unter
seiner "Regentschaft" wurde der Neubau des Vereinsheims
in die Wege geleitet und
von Ulrich Fröleke, der 1992
„Chef“ wurde, vorangetrieben und vollendet.
1992 waren Wehmut und Trauer angesagt,
denn unsere legendäre Hütte, die uns in über
20 Jahren zur Heimat geworden war, musste abgerissen werden.............
.........aber Freude und Jubel waren groß, als
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Ulrich
Fröleke und der Vorsitzende
des STV Herbert Köhler bei der Einweihung unseres Vereinsheims |
1994
unser neues Vereinsheim übergeben wurde.
Im
Juni 1996 steigen die Damen 50
in die Oberliga auf, der damals höchsten Damenspielklasse
(heute: Westfalenliga!).
2004 spielen 10 Mannschaften im Erwachsenen-Bereich,
je eine Hobbymannschaft Damen und Herren und 4 Jugendmannschaften
um die Ehre, um den Klassenerhalt, um den Aufstieg?
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Zeitungsausschnitt
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2005
- Wiemus ist 70 geworden!
"Ein
Urgestein der Soester Tennisszene, Friedhelm (Wiemus) Wiemer
wurde am 27. November 70 Jahre alt. Er ist seit 1958 (!)
Sportwart der Tennisabteilung des Traditionsvereins Soester
TV und war maßgeblich an deren Aufbau beteiligt. Ob
Platzpflege, Organisation und Durchführung des alljährlichen
Osthofentor-Pokalturniers, die Betreuung der Mannschaften
oder alltäglich anliegende Vereinsangelegenheiten,
Wiemus ist immer erreichbar und steht tatkräftig allen
Mitgliedern zur Verfügung..."
Originalton:
Soester Anzeiger vom 28.11.2005, mehr hier >  |
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2007
- Der Weg
Endlich: die Stadt gibt uns Ende des Jahres die Erlaubnis,
dass wir vom Parkplatz am Stadtpark über die Wiese
bis hin zu unseren Tennisplätzen einen befestigten
Weg bauen dürfen. Wir haben den Weg freigemacht und
hoffen für die Saison 2008 auf viel mehr Spieler, die
ihn benutzen, um bei uns den gelben Filzball über die
Netze zu dreschen... |
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2009
- Das Vermächtnis
Christel Zurmühl ist tot. Sie war langjähriges Mitglied
unseres Vereins, Mannschaftsführerin und zeitweilige
Jugendwartin.
Ihr ist es zu verdanken, dass die Jugendabteilung in diesem
Jahr eine schwungvolle Aufwärtsentwicklung verzeichnen
kann.
Durch ein Vermächtnis anlässlich ihrer Beisetzung
hat sie die Tennisabteilung finanziell in die Lage versetzt,
eine großangelegte Schulaktion zu starten, die uns über
40 Kinder zusätzlich neu ins Training bringt.
Vielen herzlichen Dank, liebe Christel!
2011 - Spätfolgen
Mittlerweile tummeln sich in unserer Tennisabteilung über
70 Kinder und Jugendliche und 6 Jugendmannschaften gehen auf
Punktejagd.... auch dank Christel! |
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